Alle Infos über die Fluggastrechte

In Zeiten großer Mobilität und einer immer größeren Anzahl an Flugbewegungen wächst die Wahrscheinlichkeit, das beim Flugverlauf etwas schief geht. Die Europäische Union (EU) hat eine seit 2006 gültige gesetzliche Verordnung erlassen, die alle Rechte der Passagiere bei Komplikationen oder besonderen Vorkommnissen regelt. Die zwei Hauptgründe für das Zustandskommen von einem notwendigen rechtlich gesicherten Ausgleich sind Nichtbeförderung und Verspätungen.

Ansprechpartner sind immer die Fluggesellschaften
Um die Verordnung für das Fluggastrecht möglichst einfach und klar zu halten, hat die EU für jeden Fall den Anspruch des Passagiers direkt an die ausführende Fluggesellschaft festgeschrieben. Es ist für den Fluggast unerheblich, ob er mit einem Linien-, einem Charter- oder einem Billigflug unterwegs ist, die alle der Verordnung unterliegen. Eine Nichtbeförderung kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen, erzeugt aber unabhängig davon eine in jedem Fall ähnliche Anspruchssituation im Fluggastrecht. Alle Infos gibts auf www.kanzlei-narewski.de

-Der Kaufpreis für den Flugschein wird komplett erstattet.
-Die kostenfreie Rückbeförderung zum ursprünglichen Abflugsort.
-Der schnellstmögliche Flug zum gewünschten Ziel.
-Einhaltung des Wunschtermins, wenn möglich.

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Bei einer Annulierung, also der kurzfristigen Absage des Flugs, kann der Fluggast unter den folgenden drei Ansprüchen ein Fluggastrecht als seinen Ausgleich wählen:

-Rückerstattung des Kaufpreises für den Flugschein.
-Kostenfreier Rückflug zum ursprünglichen Abflugsort.
-Alternative Reisemöglichkeit zum Reiseziel.

Bezüglich eines finanziellen Ausgleichs ist das Fluggastrecht bei Nichtbeförderung oder Annullierung identisch. Es besteht das Anrecht auf pauschale Ausgleichszahlungen, die von der Entfernung des Reiseziels abhängen. Bei Flugdistanzen unter 1500 Kilometern erhalten Fluggäste 250 Euro, bei bis zu 3500 Kilometern oder einer zusätzlichen Strecke innerhalb der EU sind es 400 Euro und für Langstreckendistanzen über 3500 Kilometer muss die Fluggesellschaft 600 Euro an den Fluggast zahlen.

Verspätungen bei Ab-, Weiter- und Rückflügen
In der Verordnung der EU werden die Flugdistanzen auch für die Regelung des Ausgleichs bei Flugverspätungen zugrunde gelegt. Die EU ordnet den Distanzen Verspätungszeiten zu, mit denen Ansprüche für den Fluggast entstehen.

-Bei Flugdistanzen bis 1500 Kilometern ab zwei Stunden
-Bei Flugdistanzen bis 3500 Kilometern oder zusätzlichem EU-Flug ab drei Stunden
-Bei Flugdistanzen ab 3500 Kilometern vier Stunden

Wenn diese Verspätungszeiten überschritten werden, muss die Fluggesellschaft angemessene Mahlzeiten, Getränke, Telefon oder Internetzugang und gegebenenfalls eine Unterkunft zur Verfügung stellen. Ab fünf Stunden Verspätung kann jeder Fluggast die Reise abbrechen und Preiserstattung verlangen.