Der Flughafen in Südtirol: Bozen

Dem Flughafen Bozens kommt eine nationale Sonderstellung zu: Er ist der einzige Airport in der autonomen Region Südtirol und verbindet damit die Landeshauptstadt Bozen mit dem Rest der Welt. Nur sechs Kilometer außerhalb der Innenstadt gelegen, ist der regionale Lufthafen seit 1926 in Betrieb. Bozen breitet sich in einem engen Talkessel am Zusammenfluss von Eisack, Talfer und Etsch aus und damit stehen dem Flughafen bis dato begrenzte Start- und Landebahnen zur Verfügung. Die einzig asphaltierte der beiden ist knapp 1,3 Kilometer lang und wird darum auch hauptsächlich von Geschäftsreise- und Privatflugzeugen angeflogen. Doch für die kommenden Jahre ist der Ausbau und die Erweiterung des Flughafens zu einem internationalen Luftfahrdrehkreuz angestrebt.

Ein zumeist optimales Reisewetter begrüßt derzeit lediglich die Passagiere der Darwin-Airline. Jene Fluggesellschaft stellt den aktuell einzigen Linienflug Bozens her und verbindet Südtirol einmal täglich mit der italienischen Hauptstadt Rom. Der „Aeroporto di Roma-Fiumicino Leonardo da Vinci“ ist der siebtgrößte Lufthafen Europas; von dort aus stehen Reisenden Anschlussflüge in nahezu alle Teile der Erde offen. Dennoch werden in Bozen auf 40 Hektar Fläche jährlich gut 45.000 Passagiere abgefertigt und über 12.000 Flugbewegungen verbucht. Desweiteren wird der Airport noch vom italienischen Heer genutzt. Das militärische Areal befindet sich im Westen des Geländes und beeinträchtigt die zivile Luftfahrt in keinster Weise.

610829_web_R_K_B_by_Lupo_pixelio.de

Wenn Reisende die Landeshauptstadt Bozen besuchen, steht ihnen keine unmittelbare Bus- oder Zugverbindung ins Zentrum bereit. Die Bushaltestelle befindet sich in einem Kilometer Entfernung zum Terminal und stellt bei größerem Gepäck keine wirkliche Option dar. Doch via Taxi oder mit einem georderten Flughafen-Shuttle erreichen Passagiere binnen kürzester Zeit ein Hotel in Bozen. Die Taxifahrt dauert je nach Verkehrslage 12 Minuten und kostet durchschnittlich 16,68 Euro. Zu beachten gilt, dass in Italien ein Nachtzuschlag verlangt wird. Vor dem Terminal stehen circa 100 kostenlose Parkplätze zur Verfügung und die nahe Brenner-Autobahn meint einen hervorragenden Verkehrsanschluss. Wer in die Wander- und Skiparadiese Südtirols weiterreist, bekommt mit der nur drei Kilometer entfernten Autobahnauffahrt eine minutenschnelle Gelegenheit dazu. Da der Flughafen südlich des Alpenhauptkamms liegt, macht sich der mediterrane Klimaeinfluss in Südtirol deutlich bemerkbar und man darf beinahe ganzjährig optimales Reisewetter erwarten.

Bildquellenangabe: Lupo  / pixelio.de