Flughafen Memmingen

Der Flughafen Memmingen im Allgäu ist der kleinste bayerische Flughafen und der am höchsten gelegene Flugplatz Deutschlands. Er wird auch „Allgäu Airport“ genannt. Aktuell werden vom Allgäu aus 26 Ziele im Europa durch zehn Fluggesellschaften angeflogen, darunter viele Urlaubsziele sowie die Städte Belgrad, Rom und Kiew. Fluglinien wie Ryan Air, Wizzair, Niki und Air Berlin.

Entwicklung des Flughafens

Zwischen 1935 – 1945 gab es in Memmingerberg einen Militärflugplatz, auf dem Teile des Alpengeschwaders stationiert waren. Während des Krieges wurde die Anlage erweitert, sie diente unter anderem als Erprobungsflugplatz. 1944 wurde der Flugplatz bombardiert und größtenteils zerstört, erst zehn Jahre später begannen die Amerikaner das Areal zu nutzen und ab 1955 wieder aufzubauen. Der Flughafen diente bis 2003 als Stützpunkt für amerikanische Jagdbomber und auch als Atomwaffenstützpunkt. Nach der Auflösung des letzten amerikanischen Geschwaders wurde der Flugplatz Memmingen im Juli 2004 als Verkehrsflughafen Allgäu zugelassen und baulich erweitert, am 05.08.2004 startete der zivile Flugbetrieb. Bis 2006 blieb das Passieraufkommen allerdings spärlich, der Landkreis Oberallgäu, die Stadt Memmingen und der Freistaat Bayern unterstützten daraufhin den Betrieb mit Subventionen in jeweils unterschiedlicher Höhe.

Der gegenwärtige Flughafenbetrieb

Die Genehmigung des Flugbetriebs des Flughafen Memmingen war in den umliegenden Gemeinden nicht unumstritten, wurde jedoch im Jahr 2005 bestandskräftig und nach gerichtlichen Auseinandersetzungen seit 2007 bis in die letzte Instanz durchgesetzt. Das Passagieraufkommen stieg nach der Förderung durch die Region und den Freistaat seit 2007 dramatisch an, im ersten vollständige Geschäftsjahr – 2008 – wurden bereits 460.000 Passagiere abgefertigt, und die Zahlen steigen weiter. Im Jahr 2010 wurde das Terminalgebäude erweitert, es ist jetzt möglich, jährlich 1,5 Millionen Fluggäste abzufertigen, die in naher Zukunft auch erwartet werden.