Archiv für die Kategorie 'Flugunfälle'

Sep 07 2010

Himmelslaternen bundesweit so gut wie verboten

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himmelslaterne

Auch wenn man die bunten Himmelslaternen weiterhin kaufen kann (z.B. bei Himmelslaterne.de), ist der Aufstieg bzw. der Gebrauch dieser ursprünglich aus China stammende Ballone, nun so gut wie verboten in Deutschland. Nach und nach haben die Bundesländer beschlossen, entweder ein Verbot auszusprechen oder ein Genehmigungsverfahren aufzusetzen. Doch eine Genehmigung wird meist nicht erteilt.

Grund sind die Folgen einiger Himmelslaternen, die Brände verursacht haben. Ursprünglich als Gag bei einer Hochzeit gedacht, wurden im hessischen Dieburg einige Himmelslaternen gestartet. Eine davon landete auf einer Terrassenüberdachung eines Wohnhauses und verursachte einen Sachschaden von rund 250.000 Euro.

Nun wurden Verbote ausgesprochen – Verstöße gegen das Verbot können mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld geahndet werden. Eine Übersicht der Himmelslaternen-Verbote gibt es ebenfalls auf der oben genannten Webseite.

Die eventuellen negativen Folgen für den Flugverkehr sind hier also gar nicht ausschlaggebend – denn die Himmelslaternen steigen meist nur max. 300 Meter hoch, da sie nur knapp 10 Minuten fliegen. Sollte man eine der Chinaballone allerdings in der Nähe eines Verkehrsflugplatzes starten lassen, könnte diese auch den Flugverkehr gefährden.

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Aug 27 2010

Flugsicherheit: Chinas schwarze Woche

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(NI) Es scheint verhext zu sein im Moment auf dem Flughafen in Peking. Am vergangenen Dienstag war es auf dem chinesischen Flughafen zu einer Bruchlandung einer brasilianischen Embraer ERJ-190 gekommen. Dabei waren insgesamt 42 Menschen ums Leben gekommen. Nur einen Tag später kam er erneut zu einem Unfall.

china flugsicherheitEine Maschine gleichen Typs rutsche über die Landebahn hinaus. Bekannt wurde der Unfall erst heute, verletzt wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua diesmal niemand.

Warten auf Klärung
Nachdem bei dem ersten Unfall die brasilianische Maschine auseinandergebrochen war, warten jetzt Experten auf die Auswertung der Black Box, die inzwischen gefunden wurde. Der Flugdatenschreiber und der Stimmrekorder könnten Aufschlüsse über die genaue Ursache des Absturzes geben. De Hersteller des Flugzeugs, Embraer, ahnt wohl, dass die Luft in den nächsten Wochen dünner werden könnte und schickte zusätzlich Techniker ins Land, um den chinesischen Behörden bei der Suche nach der Ursache zu helfen. Ob diese Maßnahme dem Flugzeughersteller hilft, hängt sicherlich von den Ergebnissen ab. Sicher scheint jedoch, dass auf Embraer stürmische Zeiten zukommen. Daran werden auch die nach China geschickten Experten und Techniker nichts ändern.

Zweifel an der chinesischen Flugsicherheit
Schon nach dem ersten Absturz begann eine Diskussion über die Flugsicherheit in China. Doch die internationalen Fluggesellschaften kritisieren schon seit über einem Jahr, dass es um de Sicherheit auf Chinas Flughäfen schlecht bestellt sei. Immer wieder war es in China zu Unfällen gekommen, die teils größer, teils kleiner waren. Aber immer spielte der Faktor Sicherheit eine entscheidende Rolle. Schon im August hatte sich die Fluglinie China Southern gegen nächtliche Starts und Landungen auf dem Flughafen Yichun entschieden. Als Grund für diese Vorsichtsmaßnahme wurde die Lage des Flughafens angegeben. Der Flughafen, der in einem bewaldeten Tal liegt, weise eine nicht optimale Runway-Beleuchtung auf, zudem seien die Wind- und Wetterbedingungen nicht ungefährlich.

Auch Brasilien muss sich der Kritik stellen
Zwei Unfälle, zwei Tage hintereinander auf demselben Flughafen. Dass Peking dabei in die Kritik gerät, ist nur folgerichtig. Doch naheliegenderweise stellt sich auch die Frage nach dem Flugzeug, schließlich handelte es sich in beiden Fällen um das gleiche Modell. Und die Erkenntnisse sind auch hier besorgniserregend. Schon im Juni hatten Flugzeugkontrolleure über Probleme bei Flugzeugen der brasilianischen Fluglinie Embraer berichtet. Die Rede war von Rissen in den Triebwerksturbinen. Hinzu kamen fehlerhafte Informationen, die sich in den Kontrollsystemen der Maschinen zeigten. Damals hieß es, alle Probleme seien mit dem Triebwerkshersteller General Electric behoben worden. Außerdem sei alles durch Gespräche mit der Flugsicherungsbehörde erörtert worden. Nach den beiden Unfällen auf dem Flughafen in Peking werden sicherlich jetzt einige neue Aspekte erörtert werden müssen.

Chinas offener Luftraum
Derzeit prasselt es von allen Seiten auf China ein. Nachdem ein Flugzeug einen Geisterflug 200 Kilometer ins Landesinnere machen konnte, ohne aufgehalten zu werden, fragte sich die Öffentlichkeit, was wohl wäre, wenn das ein Terrorangriff hätten werden sollen. Die beiden Unfälle in Peking, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen passierten, dürften kaum zu einer Beruhigung der Situation beitragen.

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Aug 20 2010

China: Flugzeugabsturz erinnert an Matthias Rust

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(BE) Es war das Jahr 1987, als ein junger Mann für weltweite Schlagzeilen sorgte. Der Deutsche Matthias Rust war damals mit seiner Sportmaschine unbehelligt bis nach Moskau geflogen und auf dem Roten Platz gelandet.

Von überall her kamen die kritischen Rufe nach der Sicherheit des Luftraumes. Wenn ein junger Sportflieger das könne, wie sähe es dann mit Militär- oder Terroranschlägen aus? Heute, im Jahr 2010, muss die Frage erneut gestellt werden. Wahrscheinlich aus Nordkorea kam der Flieger, der 200 Kilometer ins chinesische Binnenland geflogen war, ohne dass die chinesische Luftwaffe in irgendeiner Form darauf reagiert hätte. Die Debatten, wie das passieren konnte, überschlagen sich. Internetnutzer haben sogar Fotos online gestellt, aus denen hervorgeht, dass es sich um eine Maschine der nordkoreanischen Volksarmee gehandelt habe. Die chinesische Regierung äußerte sich zunächst zurückhaltend und merkte an, die Untersuchungen hätten erst begonnen. Zu einer Verhaftung des Piloten, so wie damals bei Matthias Rust, wird es in jedem Fall nicht kommen. Der Flieger stürzte nach seinem Geisterflug durch China in der nordostchinesischen Provinz Liaoning ab.

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Aug 19 2010

Saudi-Arabien: Das mysteriöse Flugzeugunglück von Riad

(NI) Es hieß, dass eine Reifenpanne verantwortlich gewesen sei, als am 27. Juli eine mit 80 Tonnen Fracht beladene Maschine der Lufthansa Cargo verunglückte. Die Maschine des Typs MD11 war bei der Landung in Riad in zwei Teile zerbrochen.

Durch ein ausbrechendes Feuer schmolz der obere Teil des Rumpfes, die verletzten Piloten konnten sich jedoch über die Notrutsche retten. Wie SPIEGEL-Online berichtet, kann man die Reifenpanne, die ursächlich für das Unglück gewesen sein soll, inzwischen bezweifeln. Beamte der Flugunfalluntersuchung (BFU) entdeckten Hinweise darauf, dass das Flugzeug Gefahrengut geladen hatte. Des weiteren wird nicht ausgeschlossen, dass das amerikanische Militär heimlich gefährliches Material mit der MD11 hatte transportieren lassen. Lufthansa Cargo äußerte sich sparsam zu den Vermutungen. Auf die Frage nach dem Transportgut angesprochen, hießt es lediglich, in der Maschine habe sich „das Übliche“ befunden. Ob es je zu einer Klärung kommt, ist unklar, denn die Überreste der Maschine werden im Wüstensand von Riad verschrottet.

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Aug 17 2010

Kolumbien: Blitzeinschlag zerstört Flugzeug

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(SE) Man könnte meinen, es sei mit einem riesigen Messer durchtrennt worden. In Kolumbien ist ein Passagierflugzeug bei der Landung von einem Blitz getroffen worden. Das berichtet tagesschau.de.

flugzeug-kolumbienWas Naturgewalten anrichten können, wird deutlich, wenn man die Folgen betrachtet. Regelrecht zerfetzt lag die Passagiermaschine der Fluggesellschaft Aires auf der Landebahn der Insel San Andrés, die sie angeflogen hatte. In Anbetracht dessen, was der Blitz angerichtet hat, ist es fast schon ein Wunder, dass es bei den 127 Passagieren lediglich ein Todesopfer zu beklagen gibt. Eine Frau erlitt nach dem Unfall einen Herzinfarkt und starb daran. Wie die Behörden mitteilten, wurden insgesamt 120 Menschen verletzt, sechs Passagiere schafften es, das Flugzeug unverletzt zu verlassen. Kolumbiens Verkehrsminister Germán Cardona schloss technisches Versagen ausdrücklich aus. Das Flugzeug sei erst vor einer Woche überprüft worden und völlig in Ordnung gewesen. Schuld an dem Unfall seien nur die Witterungsbedingungen gewesen, so Cardona.

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Aug 12 2010

New York: Air Force Two räumt Piper aus dem Weg

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(BE) Es ist die zweitwichtigste Maschine Amerikas. Das Flugzeug Air Force Two fliegt den Vizepräsidenten zu wichtigen Terminen. In diesem Fall war der Anlass des Fluges jedoch das Ende der Ferien.

Vizepräsident Joe Biden und seine Frau Jill wollten in der Boeing C-32 gerade zurück nach Washington starten, als das Unglück passierte. Die umgebaute Boeing 757 pustete eine kleine Piper einfach aus dem Weg. Am Rand der Piste vom Flugplatz West Hampton, das etwas 120 Kilometer von New York entfernt liegt, stand das Flugzeug offenbar sehr ungünstig. Allein die Nähe der Air Force Two reichte aus, um die Piper umzupusten. Es waren die Treibwerke, die dafür sorgten, dass die kleine Maschine wie ein Spielzeugteil bewegt wurde. Die US-Luftwaffe teilte mit, dass es bei dem Vorfall keine Verletzten gegeben habe. Glücklicherweise war die Touristenmaschine zum Zeitpunkt des Vorfalls leer.

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