Bolivien: Flugzeug ohne Pilot

(TI) Eigentlich hätte Boliviens Regierungschef Evo Morales doppelt Grund, sich zu freuen. Zum einen ist er noch am Leben und zum anderen steht ein fabrikneues Flugzeug für ihn bereit.

Morales musste in den letzten Jahren immer wieder technische Probleme und Notlandungen mit dem völlig veralteten amerikanischen Sabreliner-Flugzeg in Kauf nehmen. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Schlimmer noch steht es um die ursprünglich vier Hubschrauber des Landes. Inzwischen gibt es nur noch zwei, da Abstürze die restlichen Maschinen unbrauchbar gemacht haben. Morales war bei beiden Abstürzen kurz vorher ausgestiegen. Trotz den schwachen Finanzlage Boliviens hatte der Regierungschef also alle Argumente auf seiner Seite, als er sich entschied, in den Falcon-Luxusjet zu investieren. Mit dem französischen Flugzeugbauer Dassault konnte er sich auf einen verlässlichen Partner freuen, die zuverlässig und pünktlich lieferte. Doch keiner der Piloten hat die Qualifikation, die Maschine zu fliegen, die nötigen 100 Flugstunden fehlen. Bolivien sucht jetzt im Ausland nach einem Piloten. Solange muss Morales doch wieder in die alten Maschinen steigen.

Quelle: www.ftd.de