Aug 19 2010
Saudi-Arabien: Das mysteriöse Flugzeugunglück von Riad
(NI) Es hieß, dass eine Reifenpanne verantwortlich gewesen sei, als am 27. Juli eine mit 80 Tonnen Fracht beladene Maschine der Lufthansa Cargo verunglückte. Die Maschine des Typs MD11 war bei der Landung in Riad in zwei Teile zerbrochen.

Durch ein ausbrechendes Feuer schmolz der obere Teil des Rumpfes, die verletzten Piloten konnten sich jedoch über die Notrutsche retten. Wie SPIEGEL-Online berichtet, kann man die Reifenpanne, die ursächlich für das Unglück gewesen sein soll, inzwischen bezweifeln. Beamte der Flugunfalluntersuchung (BFU) entdeckten Hinweise darauf, dass das Flugzeug Gefahrengut geladen hatte. Des weiteren wird nicht ausgeschlossen, dass das amerikanische Militär heimlich gefährliches Material mit der MD11 hatte transportieren lassen. Lufthansa Cargo äußerte sich sparsam zu den Vermutungen. Auf die Frage nach dem Transportgut angesprochen, hießt es lediglich, in der Maschine habe sich „das Übliche“ befunden. Ob es je zu einer Klärung kommt, ist unklar, denn die Überreste der Maschine werden im Wüstensand von Riad verschrottet.
Laut Nachrichtensender sei die Frachtmaschine bei dem Versuch, auf dem King-Khaled-Flughafen zu landen, regelrecht auseinandergebrochen. Michael Göntgens, Sprecher bei Lufthansa-Cargo bestätigte den Absturz und ergänzte, dass die beiden Piloten in ein Krankenhaus gebracht worden seien. Der Flieger des Typs MD11 war auf einem Flug von Frankfurt nach Saudi-Arabien unterwegs gewesen. Laut Angaben des Satelliten-Senders al-Arabiya sei schon bei der Landung schwarzer Rauch zu sehen gewesen. Unter Berufung auf die zivile saudiarabische Luftfahrtbehörde bestätigte der Sender außerdem, dass die Maschine in zwei Teile auseinandergebrochen sei. Tote habe es nicht gegeben.