Verkehrsflugzeuge: Laserattacken, Vogelschlag und Notlandungen

Diesmal kamen die Täter aus dem Raum Mönchengladbach. Am Mittwochabend mussten die Piloten einer Passagiermaschine mit den Folgen eines Scherzes zurechtkommen, der nicht im geringsten lustig ist. Die Maschine wurde von einem Laserpointer geblendet. Schon häufiger wurde in letzter Zeit darüber berichtet, dass Flüge durch diese Laserattacken gefährdet wurden. Dabei handelt es sich keinesfalls um ein Kavaliersdelikt.

Die Sicherheit eines Fluges und damit die Sicherheit von Menschenleben gerät in Gefahr, wenn die Piloten von dem aufdringlichen Licht der Laserpointer geblendet werden. Im Fall von Mönchengladbach wurde sofort eine Sonderkommission von der Polizei gebildet. Ein Verdächtiger konnte dennoch nicht ermittelt werden. Der Angriff vom Mittwoch war bereits der Dritte innerhalb von drei Tagen.

Notlandung wegen verschüttetem Getränk

Eine Britin brachte den Piloten einer Passagiermaschine dazu, außerplanmäßig zwischenzulanden. Auf einem Flug von Liverpool nach Posen hatte sie ein heißes Getränk zu sich nehmen wollen und sich dabei ein wenig zu ungeschickt angestellt. Sie hatte das Getränk verschüttet und sich dabei Verbrennungen zugezogen. Der Pilot musste daher auf dem Bremer Flughafen einen ungeplanten Stopp einlegen. Feuerwehr, Rettungssanitäter und eine Ärztin nahmen die Passagierin in Empfang und behandelten sie direkt am Flughafen. Kurze Zeit später konnte der Flug fortgesetzt werden. Die Frau musste ihre Reise nach Polen jedoch mit dem Zug fortsetzen, denn der Pilot beschied, dass die Verletzte aus Sicherheitsgründen nicht wieder an Bord gehen durfte.

Ärger um vermeintliche „Terroristen“

Eigentlich war die pakistanische Militär-Delegation auf dem Weg zu einem wichtigen Treffen mit dem US-Militär in Tampa (Florida). Doch daraus sollte nichts werden. Ein Fluggast fühlte sich von den Männern bedroht und äußerte offen seine Angst davor, dass es sich bei ihnen um Terroristen handeln könnte. Vorher hatten die Männer der Delegation Gespräche miteinander geführt, die dem Passagier Angst eingejagt hatten. Für zusätzliche Verwirrung sorgte offenbar ein Streit zwischen einem pakistanischen Vertreter und einer Flugbegleiterin. Er hatte sich laut über sie beschwert und damit gedroht, dass dies „ihre letzte Aufgabe“ an Bord sei. Wohl auch diese Aussage wurde falsch interpretiert, die gesamte Militär-Delegation musste die Maschine auf Anweisung des Personals verlassen. Die war drüber so empört, dass sie das Treffen mit dem US-Militär kurzerhand absagte. Doch vorher wurden die Männer aus Pakistan zwei Stunden lang am Flughafen verhört.

Flugsicherheit: Angst vor der Meise

Das kleine Tier kann wie ein Geschoss wirken. Eine Meise kann bereits zu Katastrophen beim Landeanflug führen. Die Gefahr von Zusammenstößen von Flugzeugen und Vögeln oder Vogelschwärmen wird von der Flugsicherheit sehr ernst genommen. Auf dem Frankfurter Flughafen ist das ein besonderes Thema, denn mit der neuen Landebahn Nordwest gibt es ein Problem: Sie kreuzt die traditionellen Routen, die Vogelschwärme alljährlich benutzen. Die Flughafenbetreiber wollen nun mit einem Überwachungssystem mit hochmodernen Kameras dafür sorgen, dass die Tiere und die Flugzeuge nicht miteinander kollidieren. Vogelschlag ist schon seit Jahren ein ernsthaftes Problem. Allen zwischen 2001 und 2004 hat der „Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL) 330 Zusammenstöße von Vögeln mit Flugzeugen gezählt. Der für das Überwachungssystem zuständige Ingenieur Holger Vogel von Carl-Zeiss-Optronics sagte zu der neuen Technik: „Wir haben da Neuland betreten.“